Adobe Photoshop Lightroom mobile

Adobe hat heute Morgen Adobe Photoshop Lightroom mobile als Download bereitgestellt – zusammen mit dem Lightroom Update auf die Version 5.4. Auch Photoshop CC, die Bridge und Camera RAW erhielten ein Update. Mein Hauptaugenmerk lag natürlich sofort auf Lightroom mobile für das Apple iPad. Gleich vorweg: Absolut klasse! Ich bin begeistert! Aber eins nach dem anderen…

Als Adobe seinerzeit eine mobile Version für Lightroom angekündigt und erste Einblicke bei Scott Kelby gewährt hat, war ich schon etwas skeptisch (gelinde ausgedrückt). Mein erster Gedanke war: ‚Wer braucht denn sowas nur?‘ Nach der Installation heute Morgen und den bisherigen Erfahrungen muß ich allerdings zugeben, daß die Umsetzung sensationell gut gelungen ist und Lightroom mobile sich unheimlich gut in den eigenen Workflow einbinden läßt. Das liegt wahrscheinlich daran, daß Lightroom mobile keine ‚eigenständige‘ Software ist, sondern mehr eine Erweiterungen der Möglichkeiten der Desktop-Anwendung. Ganz besonders toll finde ich, daß diese Erweiterung im AppStore kostenlos zur Verfügung steht. Hut ab!

Wer das Prinzip der SmartPreviews von Lightroom kennt, weiß eigentlich schon, wie die iPad App funktioniert. Etwas anders ist allerdings die Herangehensweise. Lightroom mobile arbeitet mit Sammlungen, die man aus Lightroom heraus über die Adobe Creative Cloud synchronisiert. Da kommen wir schon zu einem wichtigen Punkt: Man benötigt das Creative Cloud Abo, um mit Lightroom mobile zu arbeiten. Ein anderer nicht ganz unwichtiger Punkt: Der Cloud-Speicherplatz, den man zusammen mit dem Abo bekommt, wird nicht mit der Synchronisation der Sammlungen belastet. Man behält also sozusagen die beispielsweise 20GB, die man beim Abo für Fotografen kostenlos erhält. Ebenfalls wieder Hut ab!

Sobald man sich in Lightroom und Lightroom mobile mit seiner Adobe-ID angemeldet und eine Sammlung für Lightroom mobile freigegeben hat, was entweder gleich beim Erstellen der Sammlung oder auch im Nachhinein mit einer kleinen Schaltfläche vor der jeweiligen Sammlung geschehen kann, werden die entsprechenden Bilder in die Cloud geladen. Dort sind sie unter lightroom.adobe.com ebenfalls einsehbar, aber sie werden auch direkt mit der App auf dem iPad synchronisiert. Auf dem iPad kann man sie dann durchschauen, an- oder ablehnen, sehr schön einfach und umfangreich an den Bildern arbeiten und sogar Presets anwenden – leider zunächst einmal nur die Standard-Presets. Hat man die Bildbearbeitung abgeschlossen, kann man das Ergebnis auch noch teilen und versenden. Alle Arbeitsschritte werden, wie eben nach dem Prinzip der SmartPreviews, auch wieder mit dem Desktop synchronisiert. Im Protokoll der Bilddatei sind dann zwar nicht die einzelnen Arbeitsschritte aufgeführt, aber immerhin der Eintrag ‚von Lr mobile‘. Man kann also beispielsweise die letzte Bearbeitung auf dem Desktop mit der iPad-Bearbeitung schnell und einfach vergleichen.

Ein Video von Terry White zeigt anschaulich den Funktionsumfang.

Ich muß wirklich sagen, daß die Bearbeitung am iPad richtig Spaß macht und schnell von der Hand geht. Hätte ich, wie gesagt, im Vorfeld nicht für möglich gehalten. Selbst nach nur diesem halben Tag und den ersten Eindrücken muß ich feststellen, daß ich mit meiner ersten Einschätzung im Vorfeld mächtig daneben lag und ich diese tolle Erweiterung mit Sicherheit nutzen werde. Großes Kompliment an Adobe für die Umsetzung!

Und da es ja immer noch die Diskussion gibt, ob das Adobe Creative Cloud Abo für Fotografen sich lohnt oder nicht, hier noch meine Gedanken dazu: Ich bereue meine Entscheidung bisher nicht – und mit dieser kostenlosen Erweiterung hat sich der Umstieg auf das Abo-Modell auf jeden Fall mehr als rentiert.