S. Wickenkamp - Langzeitbelichtung, Workshop - Hamburg

PEOPLEFOTOGRAFIE & PORTRAITFOTOGRAFIE

Ich habe so meine eigene Philosophie, wie ich an die verschiedenen fotografischen Themen herangehe. Insbesondere in Bezug auf die Peoplefotografie. Jeder mag schöne Fotos. Ich auch. Aber was ist ein schönes Foto? Was macht ein schönes Foto aus? Das hängt natürlich nicht unerheblich vom persönlichen Geschmack des Betrachters ab. Bei einem Shooting sind mindestens zwei Personen beteiligt: Der Fotograf und das Model. Die Ergebnisse sollten also zumindest diesen beiden Personen gefallen.

 

Damit dies so ist, bin ich bereit, mein Bestes zu geben. Denn Menschen zu fotografieren ist eine große Aufgabe, seine Persönlichkeit ansprechend, gerecht und vor allem respektvoll auf einem Bild darzustellen eine ebenso große Herausforderung, Das kann, je nach Persönlichkeit und auch Charakter, ganz verschiedene Situationen und völlig unterschiedliche Orte erfordern, die es zu finden gilt. Ferner gibt es natürlich auch bestimmte Arten von Shootings, die der einen oder anderen Person mehr liegen, beispielsweise Portrait-Shootings, Beauty- & Fashion-Shootings, Akt-Shootings, OnLocation-Shootings, Studio-Shootings, Themen-Shootings, etc..

 

Aufgrund dieser Ansprüche möchte ich den Menschen, den ich fotografiere, gerne kennenlernen – und die meisten Menschen möchten sicher auch wissen, mit wem sie es zu tun haben. Daher vereinbare ich immer einen Termin für ein persönliches Vorgespräch, in dem man sich ungezwungen unterhalten und sich natürlich über Art und Umfang eines Shootings austauschen kann.

LANGZEITBELICHTUNGEN & NACHTAUFNAHMEN

Eigentlich braucht man viel Zeit für die Fotografie. Für jede einzelne Aufnahme. Aber es gibt auch Fotografien bzw. Motive, die brauchen ganz besonders viel Zeit. Und einen Filter. Wenn ich schöne Orte menschenleer fotografieren möchte oder Wasser in seiner Weichheit zeigen möchte, dann ist eine Langzeitbelichtung das MIttel meiner Wahl. Man selbst ist ganz ruhig, baut sein Stativ auf, fixiert die Kamera, schraubt den Graufilter auf das Objektiv, widmet sich ganz dem Motiv. Während die Menschen vorbeiziehen, konzentriert man sich vollkommen auf das Bild, das später eine wunderbare zeitlose Atmosphäre ausstrahlen wird. Nichts wird zu sehen sein von der Hektik, dem Treiben, das zum Zeitpunkt der Aufnahme die Umgebung beherrschte. Einfach nur genießen – die Zeit, das Foto…. Eine schöne Form der Fotografie!

 

Und nachts mögen zwar alle Katzen grau sein, aber die Städte sind in famoses buntes Licht getaucht. Dazu der tiefblaue Himmel kurz nach Sonnenuntergang. Motive, die am Tage wenig einladend aussehen, werden buchstäblich zum Highlight für die Kamera. Eine gute Möglichkeit, ganz entspannt und in aller Ruhe ein paar Aufnahmen zu machen. Belichtungsreihen und Langzeitbelichtungen sorgen für eine Atmosphäre auf dem Foto, die bei Tage nicht eingefangen werden kann. Es macht mir Spaß, nachts mit der Kamera durch die Stadt zu laufen. Nicht nur, weil ich dann Zeit habe, sondern auch, weil alles viel ruhiger zugeht. Nur wenige Menschen sind noch unterwegs, man hat Zeit und Raum sein Bild zu gestalten, wird seltener von Passanten angesprochen. Aufnahmetechnisch zwar ein durchaus anspruchsvolles fotografisches Thema, aber keine schlechte Art, die Nacht zu verbringen.

 

Aufgrund dieser Ansprüche möchte ich den Menschen, den ich fotografiere, gerne kennenlernen – und die meisten Menschen möchten sicher auch wissen, mit wem sie es zu tun haben. Daher vereinbare ich immer einen Termin für ein persönliches Vorgespräch, in dem man sich ungezwungen unterhalten und sich natürlich über Art und Umfang eines Shootings austauschen kann.

LANDSCHAFTSFOTOGRAFIE

Für die Landschaftsfotografie gibt es dagegen eigentlich nur zwei Tageszeiten: Morgens und abends! Nicht nur, daß dann das Licht am wärmsten und schönsten ist und die Landschaft sich herrlich durch Licht und Schatten vor der Kamera ausbreitet, es ist auch einfach ruhiger als tagsüber und man kann sich erholen und entspannen, während man auf den richtigen Moment wartet.

 

Gibt es etwas Schöneres, um mal für ein, zwei Stunden dem hektischen Alltag zu entgehen, als sich inmitten einer schönen Landschaft mit der Kamera zu bewegen und den richtigen Standpunkt, die richtige Perspektive zu finden, um dann schlußendlich auf das eine perfekte Stimmungsbild zu warten? Ich glaube nicht. Daher nehme ich mir auch gerne ausreichend Zeit für derartige Aufnahmen. Und diese Zeit ist nicht nur fotografisch eine gute Investition – Seele und Geist danken es!

LIVE MUSIK & KONZERTFOTOGRAFIE

Wie fotografiert man Musik? Musik selbst stellt ja nichts Greifbares dar – von den Instrumenten einmal abgesehen. Sichtbar ist sie nicht. Das macht nichts – denn selbst, wenn sie sichtbar wäre, könnte man sie in den dunklen und verrauchten Pubs, Clubs und Kneipen eh nicht sehen. Wie aber bringt man dann die Musik aufs Bild?

 

Technisch gesehen ist es gar nicht mal so schwer: Wenn im Moment der Auslösung alles klappt, also die Kamera richtig eingestellt ist, man nicht angerempelt wird und auch sonst eine ruhige Hand hat, hat man ein technisch gutes Bild geschossen. Aber: Ein gutes Bild ist nicht alleine dann gut, wenn es technisch perfekt ist! Derjenige, der die Musik hört und vor allem auch fühlt, wird mehr sehen als ein paar Musiker in einer Kneipe. Wenn zusätzlich auch noch Gestik und Mimik der Sängerin stimmen, man förmlich den Klang ihrer gefühlvollen und dennoch kräftigen Stimme beim Betrachten des Bildes hört, dann hat man in der Tat Musik fotografiert!

 

Natürlich sind gute Live-Bilder ein Aushängeschild und daher unverzichtbar. Auf der WebSite der Band kann sich der Fan buchstäblich ein Bild davon machen, was ihn an einem Abend mit der Band erwartet. Aber auch Bilder für CD-/DVD-Cover und Pressefotos müssen sein. Das sind Bilder, die man nicht vernachlässigen oder deren Wirkung unterschätzen sollte. Die Zeiten, in denen man sich einfach vor eine Wand stellte, ‘abdrückte’ und sagte: “Paßt schon!”, sind lange vorbei. Gute Fotos spiegeln die Seele der Band und der Musiker wider!